Keynote-Thema 04

Neurotechnologie und Gehirndaten

Jede Zukunftstechnologie wird zuerst belächelt, dann gefürchtet, dann selbstverständlich. Gehirn-Computer-Schnittstellen überspringen die ersten beiden Phasen. Sie sind bereits zugelassen, bereits finanziert, bereits im Einsatz. Das ist mein Spezialgebiet, und es ist das Thema, bei dem die meisten Häuser am wenigsten vorbereitet sind.

Katrin-Cécile Ziegler hält eine Keynote über Gehirndaten vor vollem Saal
Worum es geht

Der erste Datensatz ohne Autor

Alles, was wir bisher über Daten gelernt haben, setzt eine Handlung voraus. Jemand klickt, tippt, kauft, bewegt sich. Man kann diese Spuren vermeiden, verfälschen oder abstreiten. Gehirndaten funktionieren anders. Sie entstehen unwillkürlich, sie entstehen vor der Sprache, und niemand kann glaubhaft behaupten, diese Reaktion sei nicht seine gewesen. Zum ersten Mal gibt es einen Datensatz ohne Autor, und unser gesamtes Datenrecht ist auf die Vorstellung gebaut, dass es einen gibt.

Der zweite Irrtum steckt in einem Wort. „Nicht-invasiv“ klingt nach harmlos, heißt aber nur, dass nichts unter die Schädeldecke geht. Über die Folgen sagt es nichts. Ein Kopfhörer, der Konzentration misst, greift nicht in den Kopf ein und trotzdem tief in ein Arbeitsverhältnis. Und eine Aufmerksamkeitsökonomie, die schon heute um jede Sekunde kämpft, wird nicht freiwillig darauf verzichten, endlich direkt zu messen, was wirkt.

Deshalb geht es in dieser Keynote nicht um Science-Fiction, sondern um Märkte, Zulassung und Rechte. Wer investiert, wer reguliert, was bedeuten Neurorechte konkret, und welche Entscheidungen müssen Unternehmen treffen, bevor die Geräte in ihren Betrieben stehen und nicht danach.

Inhalt

Fragen, die diese Keynote beantwortet

Warum überspringt BCI das Belächeln und das Fürchten?
Was ist anders an Daten, die man nicht abstreiten kann?
Warum heißt „nicht-invasiv“ nicht folgenlos?
Was verlangen Neurorechte von Gesetzgebern und was von Arbeitgebern?
Wer verdient in der Brain Economy und woran genau?
Publikum

Für wen das passt

Medizintechnik, Gesundheitswesen und Pharma, Versicherungen, Personalverantwortliche, Datenschutz und Compliance, Forschungseinrichtungen und politische Gremien. Und jede Konferenz, die ein Thema sucht, das das Publikum noch nicht dreimal gehört hat.

Jede Keynote wird individuell auf Ziel, Publikum und Kontext abgestimmt. Länge, Tiefe und Beispiele richten sich nach Ihrer Agenda. Auf Deutsch und auf Englisch. Ein Abstract zu dieser Keynote schicke ich Ihnen gerne zu.

Abstract anfordern
Stimmen

Nach der Keynote

„Katrin kept the audience engaged, entertained and delivered a lot of food for thought on brain data and future potential. 100% recommendation!“

SNP Group · Keynote „Transformation World“
Zum Weiterlesen

Aus der Kolumne

Die Argumente dieser Keynote entwickle ich laufend weiter. Hier stehen sie zum Nachlesen.

Alle Kolumnen ansehen →  ·  Zurück zur Keynote-Übersicht →

Häufige Fragen

Gut zu wissen

Wie kommt eine Digitalökonomin zu Gehirndaten?

Über die Ökonomie. Ich unterrichte Future Tech und Gehirn-Computer-Schnittstellen an der HWZ Zürich und bin Mitglied der International Neuroethics Society. Der Zugang bleibt derselbe wie bei allen meinen Themen: Wem gehört es, welche Anreize wirken, wer setzt die Standards.

Braucht das Publikum medizinisches Vorwissen?

Nein. Die Technik wird so weit erklärt, wie sie für das Argument nötig ist. Wichtiger sind die Konsequenzen für Recht, Arbeit und Märkte, und die versteht jeder.

Ist das nicht alles noch weit weg?

Nein, und das ist der Kern. Implantate sind zugelassen, tragbare Geräte sind im Handel, und Investitionen fließen seit Jahren. Was fehlt, sind Antworten auf die Frage, wem diese Daten gehören.

Gibt es die Keynote auch auf Englisch?

Ja. Die Keynote „The Brain Economy: Gehirndaten, Märkte, Macht“ halte ich auf Deutsch und auf Englisch.

Ihr Publikum verdient Substanz

Erzählen Sie mir von Ihrer Veranstaltung. Ich melde mich innerhalb von 48 Stunden mit einer ehrlichen Einschätzung, ob und wie ich passe.

Keynote anfragen