Die verbreitete Angst lautet: Die Jobs verschwinden. Die Datenlage legt etwas anderes nahe, das langfristig unangenehmer ist. Die Stellen bleiben zunächst. Was verschwindet, ist die Arbeit, an der Menschen früher gelernt haben. Diese Keynote handelt davon, was das mit Ausbildung, Organisation und Wertschöpfung macht.
Automatisiert wird zuerst das Einfache, und das Einfache war jahrzehntelang die Schule der Berufsanfänger. Der Praktikantentext, die erste Recherche, die simple Auswertung, der Entwurf, den jemand danach korrigiert. Genau diese Aufgaben übernimmt KI zuerst. Die Stelle bleibt in der Statistik stehen, aber die Treppe, über die man in den Beruf hineinwächst, verliert ihre unteren Stufen.
Ökonomisch ist das ein Allmende-Problem. Für jedes einzelne Unternehmen ist es vollkommen rational, die Anfängerarbeit an eine Maschine zu geben, denn sie ist schneller und günstiger. Ausbildung ist dagegen eine Investition, deren Ertrag oft woanders anfällt, weil die ausgebildete Person das Unternehmen irgendwann wechselt. Alle handeln vernünftig, und trotzdem entsteht in Summe ein Schaden. Die Rechnung kommt nicht im nächsten Quartal, sie kommt in zehn Jahren, wenn die erfahrenen Leute fehlen, die niemand mehr ausgebildet hat.
Daraus folgt kein Kulturpessimismus, sondern eine sehr konkrete Führungsfrage. Wenn Kompetenz nicht mehr nebenbei durch Anfängerarbeit entsteht, muss sie bewusst organisiert werden. Und wenn Maschinen das Gleichförmige übernehmen, steigt der Wert von Denkweisen, die nicht gleichförmig sind. Neurodivergenz wird von der Randnotiz zum Standortfaktor.
Personalvorstände und HR-Leitungen, Geschäftsführungen, Betriebsräte, Bildungsträger, Kammern und Verbände. Passt gut auf Personalkongresse, Führungskräftetagungen und überall dort, wo Transformation nicht nur als Technikthema verhandelt wird.
Jede Keynote wird individuell auf Ziel, Publikum und Kontext abgestimmt. Länge, Tiefe und Beispiele richten sich nach Ihrer Agenda. Auf Deutsch und auf Englisch. Ein Abstract zu dieser Keynote schicke ich Ihnen gerne zu.
„Sie kann das, was wenige können: Komplexe Themen so zu transportieren, dass sie jeder versteht und Enthusiasmus spürt.“
Rolf Metzner · Diehl AerospaceDie Argumente dieser Keynote entwickle ich laufend weiter. Hier stehen sie zum Nachlesen.
Weder noch. Sie ist ehrlich. Es gibt keinen Grund für Panik und keinen für Beschwichtigung, aber sehr gute Gründe, jetzt über Ausbildung nachzudenken statt in fünf Jahren.
Ja, und es funktioniert vor gemischtem Publikum oft besonders gut. Im Briefing legen wir fest, wo der Schwerpunkt liegt, bei Führung und Organisation oder bei der Frage, was das für den eigenen Arbeitsalltag bedeutet.
Sie bekommen die Denkfiguren, mit denen Sie Ihre eigenen Entscheidungen sortieren können, und Beispiele, an denen sichtbar wird, wie andere es angehen. Was in Ihrem Haus richtig ist, entscheiden Sie besser als jede externe Rednerin.
Ja. Keynotes und Moderationen halte ich auf Deutsch und auf Englisch, auch bei internationalen Konferenzen.
Erzählen Sie mir von Ihrer Veranstaltung. Ich melde mich innerhalb von 48 Stunden mit einer ehrlichen Einschätzung, ob und wie ich passe.
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