Über Künstliche Intelligenz wird meistens technisch gesprochen. Interessanter wird es, wenn man sie als das betrachtet, was sie ökonomisch ist: ein Markt mit sehr wenigen Anbietern, sehr viel Kapital und sehr ungleich verteilter Verfügungsmacht. Diese Keynote schaut auf die Besitzverhältnisse hinter der Technologie.
Chatbots bekommen das Kapital, Proteinfaltung bekommt die Fußnote. Das ist keine Anekdote, sondern ein Muster. Kapital fließt dorthin, wo der Rückfluss schnell und sichtbar ist, und Anwendungen mit langem Horizont bleiben unterfinanziert, obwohl ihr gesellschaftlicher Ertrag um ein Vielfaches höher liegt. Wer verstehen will, warum die spektakulärsten KI-Produkte selten die nützlichsten sind, kommt an Diskontierung und Marktversagen nicht vorbei.
Der zweite Punkt ist noch unbequemer. Die Debatte dreht sich um offene Modelle, doch das eigentlich Knappe sind offene und hochwertige Daten. Modellgewichte lassen sich in einer Nacht herunterladen. Eine saubere, kuratierte, rechtlich geklärte Datenbasis über Jahrzehnte aufzubauen kann kein Start-up leisten und kein Quartalsbericht rechtfertigen. Genau hier läge Europas Souveränitätschance, und genau hier passiert am wenigsten.
Und drittens die Prognosen. Wenn Unternehmen Jahreszahlen für Superintelligenz nennen, ist das selten Wissenschaft und oft Kapitalmarktkommunikation. Ich sage keine Jahreszahlen voraus. Ich schlage stattdessen drei Fragen vor, die länger tragen: Wem gehört es, welche Anreize wirken, wer setzt die Standards.
Vorstände und Geschäftsleitungen, Strategie- und Digitaleinheiten, Verbände, Ministerien und öffentliche Institutionen. Überall dort, wo nicht die nächste Toolauswahl ansteht, sondern die Frage, in welchem Abhängigkeitsverhältnis man in fünf Jahren stehen will.
Jede Keynote wird individuell auf Ziel, Publikum und Kontext abgestimmt. Länge, Tiefe und Beispiele richten sich nach Ihrer Agenda. Auf Deutsch und auf Englisch. Ein Abstract zu dieser Keynote schicke ich Ihnen gerne zu.
„Ihr Keynote war hervorragend auf den Punkt gebracht.“
UBSDie Argumente dieser Keynote entwickle ich laufend weiter. Hier stehen sie zum Nachlesen.
Warum Chatbots das Kapital bekommen und Proteinfaltung die Fußnote.
Das Knappe sind nicht die Modelle, sondern offene und hochwertige Daten.
Warum offene Modellgewichte Infrastruktur des 21. Jahrhunderts sind.
Was Jahreszahlen über den Markt verraten und welche drei Fragen tragen.
Für Strategietagungen, Jahresauftakte, Verbandskongresse und politische Veranstaltungen. Überall dort, wo es um Richtungsentscheidungen geht und nicht um die Bedienung einzelner Werkzeuge.
So technisch, wie es für das Argument nötig ist, und keinen Satz weiter. Der Zugang ist volkswirtschaftlich und gesellschaftlich, nicht ingenieurwissenschaftlich. Vorwissen ist nicht erforderlich.
Ja. Im Briefing klären wir Ziel, Publikum und Kontext, danach entsteht die Keynote entlang Ihrer Fragestellung. Fertige Standardvorträge gibt es hier nicht.
Ja. Keynotes und Moderationen halte ich auf Deutsch und auf Englisch, auch bei internationalen Konferenzen.
Erzählen Sie mir von Ihrer Veranstaltung. Ich melde mich innerhalb von 48 Stunden mit einer ehrlichen Einschätzung, ob und wie ich passe.
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