Keynote-Thema 03

KI, Mensch und Gesellschaft

Maschinen beraten inzwischen, sie entscheiden mit, und sie trösten. Der Trost ist sogar ziemlich gut: geduldig, jederzeit verfügbar, nie genervt. Die spannende Frage ist nicht, ob eine Maschine das kann. Sie kann es. Die Frage ist, was dabei mit dem Wert dessen passiert, was Menschen füreinander tun.

Katrin-Cécile Ziegler im TV-Studio im Gespräch über KI und Gesellschaft
Worum es geht

Perfekt und bedeutungslos zugleich

Zuwendung bezieht einen guten Teil ihres Werts daraus, dass sie etwas kostet. Wenn ein Freund um zwei Uhr nachts ans Telefon geht, ist das Tröstliche nicht die Qualität der Formulierung, sondern der Umstand, dass er dafür aufgestanden ist. Ökonomen nennen so etwas ein Signal: Es wirkt, weil es teuer ist. Eine Maschine kann dasselbe sagen, in besserer Sprache, und es kostet sie nichts. Damit ist die Antwort perfekt und das Signal weg.

Dazu kommt, dass sich manche Dinge grundsätzlich nicht beschleunigen lassen. Ein Streichquartett braucht heute so viele Musikerminuten wie vor zweihundert Jahren, und ein tröstendes Gespräch braucht Zeit, weil die Zeit selbst der Inhalt ist. Genau in diesen Bereichen erzeugt Effizienzsteigerung keinen Fortschritt, sondern einen Maßstabsverlust. Die Maschine ersetzt nicht den Freund. Sie verschiebt, was wir von einem Freund erwarten.

Und weil Skepsis in diesem Feld schnell zur Haltung wird, gehört die Gegenrechnung dazu. In der Medizin empören uns die sichtbaren Fehler von Algorithmen, während die unsichtbaren Kosten des Nichteinsatzes in keiner Statistik auftauchen. Wer nicht handelt, fühlt sich unschuldiger, obwohl der Schaden derselbe sein kann. Eine ehrliche Abwägung führt beide Spalten.

Inhalt

Fragen, die diese Keynote beantwortet

Wenn Maschinen beraten, entscheiden und trösten: Was bleibt dann beim Menschen?
Kann KI weise sein, oder kann sie nur klug klingen?
Wie verändert KI unsere Beziehungen zueinander und zu uns selbst?
Was kostet es, eine Technologie aus Vorsicht nicht einzusetzen?
Wo ist Effizienz ein Gewinn und wo zerstört sie genau das, was zählt?
Publikum

Für wen das passt

Kongresse im Gesundheits- und Sozialwesen, Stiftungen, Kirchen und Wohlfahrtsverbände, Bildungseinrichtungen, außerdem Unternehmen, die ihre Wertedebatte nicht als Plakat, sondern als Auseinandersetzung führen wollen.

Jede Keynote wird individuell auf Ziel, Publikum und Kontext abgestimmt. Länge, Tiefe und Beispiele richten sich nach Ihrer Agenda. Auf Deutsch und auf Englisch. Ein Abstract zu dieser Keynote schicke ich Ihnen gerne zu.

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Stimmen

Nach der Keynote

„Sie hat ein beeindruckendes Fach- und Hintergrundwissen. Und trotz der schwierigen Thematik blieb es greifbar konkret für das Publikum. Wirklich gelungen!“

Francesco De Meo · CEO Helios Health und Vorstand Fresenius
Zum Weiterlesen

Aus der Kolumne

Die Argumente dieser Keynote entwickle ich laufend weiter. Hier stehen sie zum Nachlesen.

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Häufige Fragen

Gut zu wissen

Ist das eine philosophische Keynote?

Sie stellt philosophische Fragen, beantwortet sie aber mit ökonomischen Werkzeugen. Das macht sie greifbar. Es geht um Anreize, Kosten und Maßstäbe, nicht um Begriffsgeschichte.

Passt das Thema in ein Unternehmensumfeld?

Ja. Sobald KI Kundenkontakt, Beratung oder Führung berührt, ist die Frage nach dem Rest des Menschlichen keine Feiertagsfrage mehr, sondern eine Produktentscheidung.

Wird es moralisch belehrend?

Nein. Ich habe kein Interesse daran, einem Publikum zu sagen, was es zu denken hat. Die Keynote liefert Argumente in beide Richtungen und überlässt die Abwägung denen, die sie verantworten.

Gibt es die Keynote auch auf Englisch?

Ja. Keynotes und Moderationen halte ich auf Deutsch und auf Englisch, auch bei internationalen Konferenzen.

Ihr Publikum verdient Substanz

Erzählen Sie mir von Ihrer Veranstaltung. Ich melde mich innerhalb von 48 Stunden mit einer ehrlichen Einschätzung, ob und wie ich passe.

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